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Seerosen
Im Sumpf- und Wassergarten des Botanischen Gartens präsentieren zu den Staudenmärkten renommierte Anbieter die schönsten Wasserpflanzen, darunter auch viele Sorten von Seerosen. Zwar blühen im September nur noch wenige dieser majestätischen Stauden, aber jetzt ist die beste Setz-Zeit.
Wuchernde Schönheit
Seerosen können gleich nach ihrer Blüte auf die richtige Tiefe von 30 bis 80 Zentimetern abgesenkt werden. Anschließend bleibt ihnen genügend Zeit, bis zum Winter Wurzeln zu schlagen. Zunächst empfiehlt es sich, nur eine Pflanze in den Teich zu setzen, denn Seerosen sind geradezu berühmt für ihr wucherndes Wachstum. Beim Kauf sollten Hobbygärtner darauf achten, dass der Wurzelstock nicht faulig riecht und viele Neutriebe hat. Der Wurzelstock wird in einem herkömmlichen Baumschul-Container, der doppelt so breit sein sollte wie der Wurzelstock selbst, versenkt. Ohne den Teichkorb würde die Seerose zu stark wuchern.
Sonnenkinder
Ruhiges Gewässer, viel Licht und Wärme sind wichtig für das Gedeihen der winterharten Wasserstauden, denn sie sind Sonnenkinder – bei einer Wassertemperatur von 26 Grad fühlen sie sich am wohlsten. Sind die Pflanzen stark gewuchert und stehen die Blätter zu dicht auf dem Wasser, ist es Zeit, die Seerosen vorschriftsmäßig zu teilen.
Die Weiße Seerose
Besonders beliebt ist die Weiße Seerose, in der Natur in Deutschland vollständig geschützt. Sie ist eine mehrjährige krautige Pflanze. Die wohlriechenden, halbgefüllten, weißen Blüten haben einen Durchmesser von 9 bis 12 Zentimeter. Die Blüten schließen sich abends und bei Regenwetter. Sie tragen reichlich Blütenstaub, mit denen sie ihre Besucher, meist Fliegen, Schilfkäfer und Hummeln anlocken. Der Trend geht jedoch immer zu farbenprächtigen Züchtungen.
Nymphen-Liebe
Ihren Namen hat die Nymphaea aus der griechischen und römischen Mythologie. Eine Nymphe fiel in eine große, aber unerwiderte Liebe zu Herakles, sie starb schließlich an gebrochenem Herzen. Die Götter hatten Mitleid: Sie ließen sie als Seerose wieder auferstehen. In vielen deutschen Sagen wird behauptet, dass Nixen denjenigen in die Tiefe des Wassers ziehen, der die Weiße Seerose zu pflücken versuche.




