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Clematis – schönrankende Kletterer
Ihr Name »Clematis« – griechisch für »Ranke« – sagt es schon: Die Kletterpflanze mit den eleganten Blüten rankt sich an natürlichen oder künstlichen Stützen bis zu sechs Meter hoch. In Japan schon seit ungefähr 300 Jahren kultiviert, wurde sie in den letzten 130 Jahren auch in Europa bekannt. Ihre über 200 Arten wachsen meist in den gemäßigten Klimazonen Europas, Asiens und Amerikas, viele sind in gebirgigen Regionen beheimatet. Die Waldrebe stammt, wie ihr deutscher Name sagt, ursprünglich aus lichten Wäldern und steht deshalb am besten im Halbschatten.
Viele Clematis-Sorten vertragen jedoch auch Sonne, wenn der Wurzelbereich schattig gehalten wird. Sie benötigen regelmäßig Wasser- und Düngergaben, mögen jedoch keine Staunässe.
Grazile Blüten und Samen
Waldreben werden für ihre einzeln stehenden, stern- oder schalenförmigen Blüten von 2 bis 25 cm Größe bewundert. In einem großen Farbenspektrum von weiß und rosa über lila und blau bis hin zu purpur- und schwarzrot blühen sie je nach Sorte vom Frühjahr bis zum späten Herbst. Einige Clematis-Sorten blühen im Frühjahr gefüllt, während sie in der zweiten Blüte im Spätsommer oder Frühherbst einfache Blüten zeigen. Clematis-Blüten stehen als Schnittblumen lange in der Vase, ihre dekorativen Samenstände mit den langen, seidigen Samen eignen sich besonders für Trockengestecke.
Rückschnitt für mehr Kraft
Am wichtigsten für ein gutes Gedeihen ist der fachlich korrekte Schnitt der kletternden Pflanze. Neu ausgepflanzte Jungpflanzen sollten im ersten Spätherbst bis auf 20 bis 30 cm über dem Erdboden zurückgeschnitten werden, damit sich von unten her kräftige Verzweigungen bilden. Der weitere Schnitt richtet sich nach dem Zeitpunkt der Blüte: Frühblühende Clematis-Sorten haben ihre Blütenknospen im Frühjahr bereits angelegt. Sie werden nach der Blüte geschnitten. Ab dem Sommer blühende Waldreben werden im Spätherbst oder zeitigem Frühling geschnitten.
Rankenfreunde
Clematis mögen natürliche Rankhilfen, wie Bäume, Sträucher oder Hecken. Sie können zur Zaunbegrünung oder zum Beranken einer Wand am Spalier oder einer Pergola eingesetzt werden. Besonders schön sind sie als Begleiter von Kletterrosen an Rosenbögen, Ton in Ton oder in passenden Farben. Sie lassen sich jedoch auch gut zum Beispiel mit der gleichzeitig blühenden, zartfederigen Sommertamariske oder mit der früheren kleinblütigen Sommerspiere kombinieren. Clematis können auch in Kübeln auf Terrassen oder in Wintergärten gehalten werden.
[Stefanie Klamm]




