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Highlights für den Schatten
Kein Bereich im Garten ist so sensibel wie der schattige Teil unter Bäumen und Sträuchern. Daher haben Hacke und Laubrechen hier nichts verloren! Auftretende Unkräuter werden behutsam entfernt, um die aus dem Falllaub entstehende Humusschicht so wenig wie möglich zu stören. Sehr wichtig ist zunächst eine sorgfältige Vorbereitung der Pflanzfläche. Unter tiefwurzelnden Gehölzen hat man es naturgemäß leichter, Stauden zu pflanzen als bei extremen Flachwurzlern. In diesem Fall sollte eine Humusschicht von rund 20cm aufgetragen werden.
Eindrucksvolle Sorten
Wir können mit einigen typischen Vertretern der
Stauden effektvoll Stimmung schaffen. An erster
Stelle stehen die Lenzrosen und Nieswurz (Helleborus).
Sie wachsen langsam zu großen Horsten
heran. Ein blühen des Lenzrosenbeet ist eine
wahre Augenweide, noch dazu, wenn diese Aristokraten von anderen lieblichen Vorfrühlingblühern
ergänzt werden. So sind die nicht wuchern den
Sorten der Scharbockskräuter (Ranunculus ficaria)
und Alpenveilchen (Cyclamen) wundervolle
Begleitstauden, mit denen man Liebe zum Detail
realisieren kann. Auch vom Buschwindröschen
(Anemone nemorosa) existieren eine Menge bei
uns wenig bekannter Sorten, die die Blüte der
Lenzrosen ablösen. Die Schneeglöckchen sind in
den letzten Jahren ungemein populär geworden!
Hier meint man im Allgemeinen nicht nur unser heimisches Schnee glöckchen, sondern vor allem die aus England stammenden, wunderschön großblumigen Garten sorten, die langsam, aber stetig präch tiger werden. Wer ein mal eingewachsene Horste dieser eindrucksvollen Sor ten in Verbindung mit Lenzrosen, Alpenveilchen und anderen Vorfrühlingsblühern gesehen hat, wird nicht mehr davon los kommen! Schneeglöckchensorten wollen im Gegensatz zu anderen Stauden im Halbschatten kurz nach der Blüte alle drei Jahre umgepflanzt werden.
Von China bis Nordamerika
Viel zu wenig bekannt sind eine Reihe von Stauden,
die im letzten Jahrzehnt aus China zu uns
gelangten. Dazu zählen einige blitzblau blühende
Lerchensporne, welche aber einen wohl vorbereiteten
Pflanzplatz benötigen, den man mit etwas
Torf und ausgereiftem Kompost verbessert.
Auch die noch seltene, gelbblühende Saruma
henryi ist ein typisches Schattenstaudenjuwel.
Sie blüht bereits bald nach der Schneeschmelze
bis in den Juni hinein. Aber auch Nordamerika
hat vieles zu bieten. So sind die Dreiblätter
(Trillium) begehrte Schattenstauden, ebenso
die Blauglöckchen (Mertensia).
Viel Erfolg im Schattengarten wünscht
Christian H. Kreß, www.sarastro-stauden.com



