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VERN e.V.
Zum Beispiel Nelken – Goethe liebte und sammelte sie. Holzschnitte aus dem 17. Jahrhundert zeigen uns heute die Beliebtheit der Gartenfedernelke zu damaliger Zeit. Als Beetumrandung diente die kleine, biedermeierhafte Staude mit den weiß-rosa Blüten und dem starken Duft. Nach der Blüte bildet ihr silbrigblaues Laub eine Attraktion. Im Laufe der Zeit verschwand sie aus den Gärten – bis auf Weiteres.
Samen gibt es aber noch, denn der Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V. – VERN – sammelt seit 1996 alte Sorten von Nutz- und Zierpflanzen. VERN betreibt ein Netz von Demonstrations- und Schaugärten, in denen alte Sorten ökologisch und ohne gentechnische Veränderungen angebaut werden. Im Saatgutarchiv lagern bereits etwa 2.000 Nutz- und Zierpflanzen. Die Samen werden im Herbst eingesammelt, getrocknet und in Tüten verpackt. Aus den eigenen Erhaltungsbeständen gibt VERN Saat- und Pflanzgut auf nicht-kommerzieller Basis ab.
Dem Verein ist es zu verdanken, dass die Verbraucher sich nicht mehr nur mit einer Handvoll Kartoffelsorten auf dem Markt abspeisen lassen müssen. VERN pflanzte etliche andere Sorten, wie die roten und blauen Kartoffeln, an und zeigt damit die große Geschmacksvielfalt dieser Knolle. Hobby- wie Profigärtner können den großen Pool nutzen und mit den alten Sorten experimentieren. Für Herbert Lohner, Vorsitzender des VERN e.V., stellt das Archiv auch eine Vorsorge für den Klimawandel dar. Schließlich konnten sich die alten Sorten über Jahrhunderte den Veränderungen des Klimas und der Landschaft anpassen.
[Clara Luckmann]
VERN e.V.
Dr. H. Lohner/Karin Koch
Burgstr. 20
16278 Greiffenberg
Telefon: 033334-70232
www.vern.de



