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Jakub Juda, Staudengärtner
Die Berge in den eigenen Garten versetzen – das ist ein lohnenswertes Ziel, findet Staudengärtner Jakub Juda aus Prag. Der Tscheche hat sich auf Steingartenpflanzen spezialisiert und schlägt jedem Alpenblumenliebhaber vor, einmal selbst in die Berge zu gehen und die Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Das hilft, wenn man sich zuhause selbst einen Garten aus Steinen anlegen will und die natürlichen Lebensbedingungen der Pflanzen nachempfingen muss. Aber nichts mitnehmen, sondern lieber zu einem Staudengärtner des Vertrauens gehen – denn viele Alpenpflanzen stehen unter Naturschutz!
Zahlreiche Steingartenstauden beginnen im zeitigen Frühjahr mit der Blüte, wenn der erste Schnee schmilzt und die kurze Wachstumsperiode dieser unter so rauen Bedingungen existierenden Gewächse ihren Anfang nimmt. Jakub Juda empfiehlt für das Frühjahr besonders Felsenblümchen mit kleinen sternförmigen gelben oder weißen Blüten, Steinbrecharten in vielen verschiedenen Blütenfarben, das blau und violett blühende Lungenkraut und früh Blüten tragende Heidekrautsorten.
Ein besonders schöner Frühblüher ist die Kuhschelle, die es in großem Farbreichtum von strahlendem Weiß bis zu dunklem Violett gibt. Meist ist die gesamte Pflanze weich behaart, daher auch ihr Name „Pelzanemone”. Die Kuhschelle liebt ein sonniges Plätzchen und durchlässigen Boden mit ein wenig Humus. Manche Exemplare bevorzugen eher alkalische Böden, andere eher saure. Der Samenstand aus vielen haarigen Büscheln ist den ganzen Sommer hindurch auch nach der Blüte noch attraktiv.
Vorsicht ist bei der frischen Pflanze geboten – sie ist giftig. Das getrocknete Kraut wird jedoch in der homöopathischen Medizin für die Therapie bei Gicht, Rheuma sowie Ekzemen und als leichtes Narkotikum verwendet. [Stefanie Klamm]
Zahradnictvi Jahoda
Jakub Juda
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