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Dr. Fischer: Ein Wald voller Hostas
Ein Waldgrundstück westlich von Wolfsburg ist die Heimat von unzähligen Hostavarianten. Dr. Ullrich Fischer hat Mitte der siebziger Jahre dort angefangen, Funkien zu sammeln und mit ihnen zu experimentieren. Hier machte er aus der vermeintlichen Not eine Tugend: „Wo früher eine dunkle, tote Ecke war, leuchtet jetzt die Hosta Fire and Ice mit ihren weißen Blättern und dunkelgrünem Rand.” Ihn begann der Schattengarten zu faszinieren, der neben den Hosta viele andere Stauden beherbergen kann.
Amerikanische Hostafreunde
Fischer, eigentlich gelernter Chemiker mit einem starken Interesse für Botanik, war zunächst Hobbygärtner. Dass daraus mehr wurde, daran waren nicht zuletzt seine Besuche in Amerika und England schuld, denn dort hatte die Hosta schon immer viele Freunde. So lernte er erste besondere Sorten über amerikanische Hostabegeisterte kennen. Der Kontakt in die USA und nach Großbritannien blieb auch für seine eigenen Züchtungen immer wichtig. Ullrich Fischer ist inzwischen das dienstälteste europäische Mitglied der Amerikanischen Hosta-Gesellschaft (American Hosta Society) – seit 1979. In den neunziger Jahren machte er sich selbständig und hat
seinen Quereinstieg nie bereut.
Eigene Züchtungen
Ullrich Fischer hat wechselnd 500 Hostasorten im Angebot, darunter auch seine eigenen Züchtungen: Heideturm – eine langstielige Hosta mit grünem Blatt und Blüten in mittlerem Violett, die gelbblättrige und rotstielige Ophir, die graublaue Phoenix und die kleine Miss Sophie. Dazu kommen schöne Begleitpflanzen der Funkien, die „aus Sammeltrieb” angeschafft wurden und das Sortiment ergänzen. Besonders Schattenpflanzen, wie das blau, rosa und weiß blühende Lungenkraut (Pulmonaria) sowie das Purpurglöckchen (Heuchera) mit schönem buntem Blattwerk und mehrfarbigen Blüten in Weiß, Rosa und Rot, harmonieren mit Hostastauden. Die Schaumblüte (Tiarella) mit ihren zarten, traubenförmig angeordneten Blüten wird oft als Bodendecker verwendet. Auch das Walddreiblatt (Trillium), ein Frühblüher mit großen Blüten in Weiß, Gelb oder verschiedenen Rottönen, bietet eindrucksvolle Kombinationsmöglichkeiten.
Fischers Tipp zur Hostapflanzung: „Die Staude darf keinesfalls zu dunkel stehen und verträgt keinen starken Wurzeldruck.”
[Stefanie Klamm]
Dr. Ullrich FISCHER
Hosta und Begleitpflanzen
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